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  • Über die Moral im LARPDatum01.01.2015 19:41
    Thema von Thyrin MabBran im Forum Verlautbarungen

    Mal was, das mir schon einige Zeit durch den Kopf ging und hier nun mal veröffentlich wird. Sollte ich logische Fehler oder falsche Ansätze drin haben, einfach Bescheid geben.



    Für jeden von uns dürfte klar sein, dass LARP nicht unbedingt an die moralischen Grundregeln und Werte unserer Gesellschaft gebunden ist. Trotzdem stoßen wir auch im LARP immer wieder auf Situationen, in denen unsere Charaktere Entscheidungen treffen müssen, die zumindest ansatzweise einer moralischen Grundlage bedürfen. Es wäre also falsch, unser Hobby vollkommen losgelöst von jeder Moral betreiben zu wollen.
    Wie aber kann sich dann Moral in unseren Spielen äußern? Im Gegensatz zum reellen Leben haben wir euch hier die Möglichkeit, auch einen Charakter zu bespielen, die nicht unbedingt unseren eigenen moralischen Vorstellungen entspricht. Wie also Moral festlegen? Ich denke, dafür müssen wir uns zuallererst das Moll Verständnis unserer heutigen Gesellschaft anschauen. Zumindest in so weit, dass wir einige Mechanismen unserer gesellschaftlichen Moral verstehen. Zuerst einmal so viel: jeder von uns ist durch gewisse moralische Verhaltensweisen geprägt. Dies erfolgt einerseits natürlich durch unsere Erziehung, andererseits aber auch durch die uns umgeben die Gesellschaft. Welcher dieser beiden Einflüsse nun der stärkere ist, lässt sich so mit Sicherheit nicht sagen. Sicher ist nur, dass vor allem die Einflüsse der Gesellschaft nicht zu unterschätzen sind. So kann es durchaus vorkommen, dass innerhalb einer Familie ist zwar als vollkommen normal angesehen wird, zuhause ohne Kleidung herumzulaufen, dieses Verhalten jedoch innerhalb der Gesellschaft nur bedingt oder nicht toleriert wird. Es wird als anstößig empfunden, und damit als unmoralisch. Andererseits verstehen wir unter Moral auch andere Dinge, wie z.B. Mitleid gegenüber unseren Mitmenschen oder die gesellschaftlich allgemein anerkannte Tatsache, dass man nicht stehlen oder jemanden töten sollte. Wir wollen hier unser Augenmerk vor allem auf die Seite der Moral richten, die sich mit Diebstahl, Mord, Betrug und Ähnlichem befasst.
    Jeder von uns weiß, ich es sich zu verhalten hat. Dieses moralische Verhalten haben sozusagen von klein auf gelernt. Wir wissen, dass wir gewisse Dinge einfach nicht tun sollen. Dieses nicht tun dürfen bzw. das was wir tun sollen wird durch unsere Gesellschaften unsere Kultur bestimmt. Was bei uns moralisch verwerflich ist, kann z.B. in Afrika vollkommen normal sein. Ich denke, deutlicher kann man nicht zeigen, dass unsere moralische Denkweise im Normalfall der der Gesellschaft entspricht, in der wir aufgewachsen sind. Hinzu kommt, dass sich im Laufe der Zeit, immer wieder Menschen Gedanken über das Zusammenleben innerhalb eine Gesellschaft gemacht haben. Diese Menschen beschrieben als ihre Thesen auf und bereiteten sie zu ihren Nachwelt. Sonst unsere westliche Gesellschaft von Denkern wie Aristoteles, Kant, Descartes und Anderen beeinflusst worden. Jedes Mal ging es darum, fest zu legen, auf welche Weise eine Gesellschaft am besten zusammenleben kann. Aristoteles versuchte dies durch seine Tugendethik darzulegen. Der Mensch sollte also nach seinem persönlichen Glück streben, dies jedoch im Rahmen bestimmter Tugenden tun. Dies wurde bereits an einer anderen Stelle erbaut und so dass ich hier nicht weiter darauf eingehen werde. Interessanter, da für uns prägender, ist auf jeden Fall Kant. Wieso? Aus einem einfachen Grund. Moral wird bei Kant zur wichtigsten Antriebsfeder menschlichen Handelns. Wir sollen dabei letzten Endes abwägen, ob das was wir tun, auch uns selbst zugefügt werden soll. Wenn wir also nicht wollen, dass uns jemand bestiehlt, so sollten wir das auch mit anderen antun. Würde sich nun also jeder an diese Regelung halten und rein nach der eigenen Vernunft seine Entscheidungen treffen, was wir für andere oder für uns selbst wollen, so könnten wir friedlich zusammen leben.
    Ein weiterer Ansatz, der sicherlich unsere Gesellschaft geprägt hat, ist der des Utilitarismus. In diesem Fall wird schlicht und ergreifend abgewogen, was uns denn die meisten Vorteile bringt kann ich es dann zu vertreten, eine Person zu töten, wenn ich damit zehn anderen das Leben rette? Nach diesem Schema ja. Trotz allem kommt auch dieser Ansatz nicht ohne gewisse Wertvorstellungen aus. Auch hier wird betont, dass ein Mensch wichtiger sein sollte, als z.B. Die Produktion von Gütern. Wichtig ist hier, dass das eigene Handeln immer mit Blick auf die Gesellschaft durchgeführt werden soll.
    Wir sehen also, dass letzten Endes immer die Gesellschaft das ausschlaggebende Argument in unserem Handeln sein soll. So wird eine Tat immer als gut oder als böse empfunden. Gut und Böse allerdings beziehen sich auf unserer gesellschaftlichen Normen, die durch Religion und Ähnliches bestimmt werden. Die Moral hilft uns also letzten Endes, hier einen Weg zu finden, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.
    Was aber hat das mit unserem Hobby zu tun? Letzten Endes steht unser Hobby auch einen Versuch dar, aus unserem alten Alltagstrott auszubrechen. Das bedeutet aber nichts anderes, als dass wir auch aus dem bisher gültigen moralischen Konstrukt ausbrechen. Wir müssten also für unseren eigenen Charakter unserer moralischen Vorstellungen frisch festlegen. Wie erfolgt das denn nun? Im Grunde haben wir auch hier wieder ähnliche Faktoren wie Im reellen Leben. Keiner der Charaktere ist einfach nur da. Er kommt aus seinem Hintergrund, aus einer Gesellschaft, die zwar fiktiv, im Spiel aber reell ist. Diese Gesellschaft wiederum ist von Göttern, Mächten und Ähnlichem geprägt. Allerdings können sich diese Götter und damit auch die moralischen Vorstellungen von den Unsrigen unterscheiden. Während es also für uns im echten Leben nicht denkbar ist, einen Menschen zu töten, kann das in unserer Spielwelt ein göttergefälliges Werk sein. Gleiches gilt für einen Charakter, der als Dieb oder Meuchler sich bewusst auch in der Spielwelt bewusst über Regeln hinweg setzt. Für die Meisten von uns wäre das im reellen Leben nicht denkbar. Bedeutet das also, dass es im LARP so etwas wie Moral nicht gibt? Nein. Es gibt Moral. Allein schon dadurch, dass wir unsere Charaktere als rechtschaffen, böse, chaotisch, neutral oder sonst wie bezeichnen, setzt voraus, dass wir etwas haben, an dem die uns orientieren. Diese Sichtweise ist aber nicht die unseres Charakters, sondern unsere eigene. Unser Charakter würde sich nie auf diese Weise definieren. Sein Verhalten erscheint ihm natürlich und resultiert aus seinen Handlungen. Zudem würde ein Anhänger einer dunklen Gottheit ihr Verhalten im Spiel durchaus als gut betrachten. Der Spieler selbst aber definiert sich als böse. Wir können also im LARP davon ausgehen, dass wir nicht nur eine, sondern zwei moralischer Instanzen haben. Zuerst unsere reelle Instanz, die wir auch im normalen Leben benutzen. Als zweites die spielinterne Moral. Im Spiel selbst ist nur sie gültig, doch scheint unsere reelle Moral in so weit durch, dass wir über sie das Verhalten unseres Charakters bestimmen. Wir können uns letzten Endes auch im Spiel nicht vollständig aus unseren gesellschaftlichen Normen und Zwängen ausbrechen.
    Das war aber erst eine Sichtweise auf die Moral in LARP. Es ging hier nur darum, die Grundlagen zu erarbeiten. Wenden wir uns nun der wirklich interessanten Seite zu. Nämlich, wie denn nun unsere Charaktere im Spiel agieren und wie ihr Verhalten von unserem Mitspielern aufgefasst wird. Zuerst gilt, dass sich unsere Charaktere immer über die Moral von uns selbst hinwegsetzen. Besonders deutlich wird das bei Kriegern oder anderen Charakteren, die innerhalb des Spieles töten. In den meisten Fällen wird das durch die Spiellogik begründet. Der Soldat eines Reiches tötet also, um dieses Reich zu beschützen. Das ist für ihn moralisch nicht verwerflich. Ein Ritter oder ein Paladin wird mit der Begründung er müsse die Schwachen schützen, ebenfalls zur Waffe greifen und seine Gegner kampfunfähig machen oder sogar töten. Also ein deutlicher Bruch mit unseren eigenen Vorstellungen, zumindest was das Töten von Menschen angeht. Begründet wird dieses Verhalten meist dadurch, dass man eine Gesellschaft dient. Egal, ob wir hier von einem Söldnertrupp, einer Abenteurergruppe oder Staatstruppen oder einem Orden reden. Trotzdem kann das sein, dass der Charakter unter seine Taten leidet. Das Verhalten an sich allerdings, also das Töten von Menschen, ist im Spiel allgemein akzeptiert.
    Diese Akzeptanz allerdings wird dann auf die Probe gestellt, wenn z.B. Einen Gegner auf besonders brutale Art und Weise getötet oder befragt wird. Aber es können auch bereits kleinere Dinge sein, die im Spiel auf Unverständnis stoßen. Ein Charakter plündert z.B. einen Gefallenen, ein anderer Charakter findet das moralisch nicht richtig und schreitet ein. Hier trifft also eine Moral auf die Andere. Der Reiz an diese Situation ist es, diesen Konflikt auszuspielen. Die Charaktere agieren also nach ihren eigenen Moralvorstellungen. Eine Lösung, beruhend auf einer gemeinsamen gesellschaftlichen Moral ist an dieser Stelle nicht möglich. Die agiert man denn nun in so einem Fall? Im Spiel selbst wird diese Problematik meist dadurch gelöst, dass Spieler oder auch Gruppen mit ähnlichen moralischen Vorstellungen zusammenarbeiten. Zwar kann das auch hier noch Abweichungen geben, doch sind sie deutlich geringer, als in einer wild zusammengewürfelte Gruppe. Trotzdem wird man auf Cons immer wieder die Situation antreffen, dass der Eine nicht mit den moralischen Entscheidungen des Anderen einverstanden ist. Wie im reellen Leben eben. Man versucht sich dann eben aus dem Weg zu gehen, oder eben den Konflikt mit der Waffe auszufechten.
    Wir sehen also, dass Moral durchaus ein strittiges Thema ist, besonders wenn man sie auf das Spiel selbst bezieht. Zwar gehören hier eindeutig amoralische Taten nach unserem eigenen Verständnis zum Spiel dazu, aber sie haben auch hier ihre Folgen. Sinnloses Töten wird meist geahndet, ebenso Diebstahl und Betrug, mal härter als im reellen Leben, mal schwächer. Kann man also überhaupt von Moral im Spiel sprechen? Ja, kann man. Besser gesagt von vielen Aspekten der Moral. Fakt ist aber, dass wir unsere Charaktere IMMER nach unseren eigenen Maßstäben ausrichten, egal, ob wir den Charakter nun als Böse oder Gut bezeichnen. Das sind aber immer Begriffe von außerhalb des Spiels. Im Spiel selbst ist der Böse der Gute.
    Wie aber sieht es mit Moral OT im Spiel aus? In wie weit empfinden wir als Spieler, nicht als Charaktere gewisse Aktionen als moralisch oder unmoralisch? Ich denke, hier wird es schon schwieriger, da wir hier die Maßstäbe des reellen Lebens anwenden. Ist es unmoralisch IT etwas zu stehlen, für das der Spieler OT Geld bezahlt hat? Ist es moralische korrekt, einen Todesstoß zu setzen und damit zu wissen, dass der Charakter für immer tot ist und damit auch ein großer Teil seiner Ausrüstung nicht mehr nutzbar sein wird? Wie weit kann ich im Spiel gehen, bis mein Verhalten auch außerhalb des Spiels als unmoralisch empfunden wird? Versuchen wir einmal, die Punkte etwas zu strukturieren.
    Dieben im Spiel. Ich denke, da kommt es wirklich auf die Menge an. Münzen sind, ähnlich wie Verbände, Verbrauchsmaterial. Wenn also eine kleinere Summe entwendet wird, spricht da nichts dagegen, weder im Spiel noch von außerhalb betrachtet. Wenn aber z.B. die gesamte Truhe geleert wird, wird die Sache schon brenzliger. Natürlich ist derjenige, der die Truhe draußen und unverschlossen stehen lässt, selbst schuld. Aber wenn dann Münzen im Wert von 20 oder mehr Euro fehlen, dann ist das schon heftig und meiner Meinung nach moralisch nicht mehr tragbar.
    Todesstöße: im Spiel in gewissen Situationen durchaus richtig und konsequent. Von außen betrachtet, sollte man dieses Vorgehen jedoch abwägen. Wir alle wissen, was wir so alles an Geld in unsere Ausrüstung reinstecken, das ist nicht wenig. Ein endgültiger Tod ist daher immer auch ein finanzieller Aspekt. Dazu kommt, dass man zumindest aus einer bestimmten Sicht, wirklich ein Leben beendet. Zwar nur ein fiktives, aber trotzdem wird das Auswirkungen haben. OT-Frust, zum Beispiel, wenn der Tod vollkommen als unpassend empfunden wird oder man gar keine Möglichkeit hatte, darauf zu reagieren.
    Verhaltensweisen, die auf Widerstand stoßen können. Darunter verstehe ich nun so Sachen wie Folter, Verstümmelung, Vergewaltigung. Folter kann ich als Spielelement durchaus akzeptieren. Trotzdem sehe ich eine gewisse Gefahr darin, dass man es übertreiben könnte. Wir wissen nie, wie weit wir wirklich bei einem fremden Spieler gehen können und müssen uns darauf verlassen, dass er den Mund aufmacht, wenn es ihm zu viel wird. Manche können das aber nicht. Aus Angst, den anderen das Spiel zu versauen oder aus Angst, dass man die Gruppendynamik damit unterbricht und als „Weichei“ oder „Feigling“ dasteht. Über Vergewaltigungen brauchen wir erst gar nicht reden. Selbst gespielt halte ich die für moralisch nicht haltbar. Wie sieht es aber nun damit aus, wenn ein fremder oder ein neuer Charakter gequält wird? Ich will hier ein Beispiel bringen, das wirklich so passiert ist und das vor allem zwei Dinge aufzeigen soll: Auswirkungen auf das Gruppenspiel und Auswirkungen auf den Spieler als Person.
    Zuerst die Szene: Wir stellen uns vor, ein schwer gerüsteter Kämpfer betritt den Raum, unheimlich zwar, aber er zeigt keine Aggressivität. Der Neue soll nun sein Gesicht zeigen, um das Misstrauen ihm gegenüber zu verringern. Das kann er aber auf Grund des Charakterkonzepts nicht. Einer der anwesenden Charaktere beginnt nun, den Neuen zu quälen, ihm Wunden zuzufügen, obwohl dieser sich nicht wehrt. Begründet wurde das IT damit, dass man eine Reaktion erzielen wollte, dass der eigene Charakter so handeln würde und man eine Gefahr ausschließen wollte.
    Betrachten wir die Szene nun aus Sicht der Spielergruppe. Die Charaktere kannten sich alle untereinander, bis eben auf den Neuen. Natürlich hat die Gruppe ein Interesse daran, eine Gefahr auszuschließen, aber sie sollte auch OT im Hinterkopf behalten, dass der neue Charakter in die Gruppe aufgenommen werden sollte. Was ist also passiert? Einer der alten Charaktere quält also den Neuen. Es kommt nur ein Widerspruch dagegen, der wird aber ignoriert, bzw. von den anderen Spielern abgewiesen. Es fügen sich also alle in dieses Schema, dass man den Neuen quälen darf um a) Antworten zu bekommen und b) um ihn dazu zu zwingen, etwas zu tun, was er nicht wollte oder konnte. Moralische Bedenken hatte da keiner, bis eben auf den einen Widerspruch. Genau darin sehe ich das Problem der Gruppendynamik. Sowohl Opfer als auch Täter und Mitläufer unternehmen nichts dagegen, vielleicht aus Angst, das Spiel zu stören oder warum auch immer. Befriedigend was das Spiel für keinen Beteiligten. Der Neue kam nicht wirklich ins Spiel, die Alten stocherten immer wieder an der gleichen Stelle herum, ohne etwas zu erreichen. Moralisch betrachtet wirkt aber viel schwerer, dass auch Charaktere, die ansonsten moralische Bedenken vorgebracht hätten, geschwiegen haben. Für mich eine Szene übertriebener Gewalt, in der keine Spielmechanismen mehr gegriffen haben, sondern Mechanismen aus dem echten Leben.
    Aus Sicht der Einzelpersonen war die Sache auch nicht gerade einfach. Es war ein Spieler, der dem Neuen immer wieder Wunden zufügte oder bereits geschlagene Wunden erweiterte. Der hatte sicherlich Spaß, konnte er doch sein Charakterkonzept auf Kosten eines Anderen ausleben. Einer der Beteiligten hatte aber ein ganz anderes Problem. Er war derjenige, der IT Widerspruch gegen dieses Vorgehen gewagt hatte. Da aber auch die Anderen IT nicht einschritten fügte er sich in die Gruppe. Mit der Zeit kam aber außer den IT-Bedenken noch etwas anderes hinzu. Er fühlte sich an OT-Begebenheiten aus seinem eigenen Leben erinnert, an Hänseleien usw. Ihm platzte irgendwann der Kragen und er schritt IT ein, um OT seinem Gewissen und seinen Gefühlen Rechnung zu tragen. Was geschah also? Er stellte sich mit Schild und gezogener Waffe IT zwischen Opfer und Täter, vor allem aber, weil er sich OT moralisch dazu verpflichtet fühlte. Die Antwort kam prompt. Im Spiel stand der Spieler auf einmal isoliert da, da er sich ja gegen seine eigene Gruppe wandte. Im Grunde wurde also einer der Spieler psychisch geknackt, wenn man es so will. Zudem setzte er sich dem OT- und IT-Frust der Gruppe aus, ebenfalls eine moralische Stresssituation, da wir im Normalfall unsere Moral an der unserer Mitmenschen ausrichten, zumindest in Teilen. Er scherte also aus den moralischen Grundsätzen der Gruppe in genau diesem Moment aus. Und genau an dieser Stelle habe ich moralische Bedenken. Wie weit darf man also gehen, mit diesem Spiel mit der Moral und Wertvorstellungen? Wir werden selbst im Spiel nie alles ablegen können und wir haben immer die Gefahr, besonders bei extremen Szenen, dass wir auf etwas stoßen, das uns nichts angeht oder etwas auslöst, was wir nicht wollen. Und hier haben wir eine moralische Verantwortung unseren Mitmenschen gegenüber!
    Auch wenn sich die Mechanismen der Moral nicht vollständig erklären lassen, so kann man doch als Schlussstrich festhalten, dass sowohl die gesellschaftliche Moral des reellen Leben eine wichtige Rolle spielt, gleichzeitig aber auch unzählige IT-Moralvorstellungen mit einfließen und dass es durchaus Momente gibt, in denen wir auch im Spiel nach unseren reellen Moralvorstellungen handeln (müssen).
    Es ist also Aufgabe der Spieler, hier einen Balance-Akt auszuführen und –auch wenn man mitten im Spiel ist- zumindest ein bisschen auf den reellen Menschen hinter dem Charakter zu achten. Denn wie wir festgestellt haben: wir sind immer bis zu einem gewissen Grad an unsere gesellschaftlichen Normen gebunden. Und eine Gesellschaft sollte immer auf sich und ihre einzelnen Mitglieder aufpassen, auch wir als LARP-Gesellschaft.

  • Frohe Weihnachten! :-DDatum24.12.2014 09:24
    Thema von Thyrin MabBran im Forum Archiv

    Hallo zusammen! Der Orden wünscht allen Frohe Weihnachten!

  • GeburtstageDatum23.12.2014 22:47
    Thema von Thyrin MabBran im Forum Offtopic

    Und Feli darf den Reigen eröffnen! Auch hier alles Gute! Lass dich feiern und so!

  • Was hört ihr gerade?Datum21.12.2014 20:54
    Thema von Thyrin MabBran im Forum Offtopic

    DER Klassiker! Also natürlich auch wieder hier! Und ich eröffne mit einem Klassiker:



  • Thema von Thyrin MabBran im Forum Verlautbarungen

    Herzlich willkommen bei uns! Schön, dass ihr den Weg zu uns gefunden habt.

    Um was geht es hier? Zuallererst um LARP, also Live Action Rollplay oder Live-Rollenspiel. Jeder Live-Rollenspieler schlüpft für die Zeit des Spiels in eine andere Rolle, z.B. die eines Kundschafters, einer Kriegerin oder eines Magiers. Der Fantasie sind in dieser Hinsicht kaum Grenzen gesetzt.

    Unser Schwerpunkt liegt im Moment noch bei Fantasy-LARP, wird aber in absehbarer Zeit noch durch die Genre Grusel/Horror und Endzeit ergänzt, für die aktuell Konzepte ausgearbeitet werden.

    Wie unser Gruppennamen schon sagt, bespielen wir einen Orden in der Fantasy-Welt von Drekalion, die wir selbst kreierten und ständig weiter entwickeln. Unter Drekalion-Wiki findet ihr alle Infos, die ihr benötigt, um euch mit dem Hintergrund vertraut zu machen.

    Der Orden von Drekalion ist ein säkularer Orden, die Mitglieder können zwar an Götter glauben, müssen es aber nicht. Der Glaube ist nicht die Antriebskraft des Ordens, sondern der Wunsch, Drekalion, besonders die westliche Hälfte, zu einer besseren Welt zu machen. Im Grunde kann jeder mitspielen, egal ob Söldnerin, Magier, Gelehrte oder Ritter. Wichtig ist nur, dass sich der Charakter auf eine Weise mit dem Orden verbunden fühlt. Das bedeutet, dass nicht jeder aus unserer Gruppe auch ein Ordensmitglied sein muss, sondern durchaus auch "nur" ein Söldner oder ein Verbündeter des Ordens. Innerhalbd des Ordens weißen wir klare Strukturen auf, es ist uns aber wichtig, dass auch im Spiel niemand über dem anderen steht. Selbst der Befehlshaber stimmt sich mit seinen Leuten ab und ist auf deren Zustimmung, was Verträge angeht, angewiesen. Allgemein gilt, dass sich jeder Spieler zum Anführer oder auf andere Posten im Spiel hocharbeiten kann. Wenn ihr also so eine Position bekommt, ist das auch immer Ausdruck des Vertrauens unserer Leute in euch und nicht der Willkür eines Einzelnen oder ein paar Weniger geschuldet. da die Posten durch eine Wahl besetzt werden.

    Im Horror und Gruselbereich spielen wir sozusagen in der realen Welt, auch wenn es hier übersinnliche Mächte gibt, die Einfluss auf uns Menschen nehmen. Wichtig ist uns hier, dass wir Amateure sind, keine hauptberufliche Geisterjäger, sondern ganz normale Menschen, die vielleicht schon mal Kontakt mit dem Übernatürlichen hatten, ansonsten aber in die Sache reinstolpern. Vampire, Werwölfe usw. stehen nicht als Spielercharaktere zur Verfügung, zumindest nicht am Anfang, da dies das Spiel zu Beginn einschränken könnte.

    Zum Endzeit-LARP kann an dieser Stelle noch nicht so viel gesagt werden, da es hier noch keine feste Gruppe in dem Sinn gibt. Allerdings arbeiten wir an einem Konzept, das auf mehreren Fraktionen und einer Mischung aus klassischem Endzeit und Cyberpunk basiert. Einfach ab und an in den passenden Bereich schauen, da erfahrt ihr alles Nötige.

    Unsere Gruppe besteht aus Leuten, die sich schon einige Zeit kennen, also auch gemeinsame Interessen und Neigungen haben, was aber nicht ausschließt, dass wir auch Neue immer gerne aufnehmen. Wir haben eine lockere Struktur, es gibt außerhalb des Spiels keinen Anführer oder Dergleichen, alle Entscheidungen werden gemeinsam gefällt.

    Solltet ihr Fragen haben, die LARP oder unsere Gruppe betreffen, dann könnt ihr sie gerne stellen, wir werden euch schnellstmöglich antworten. Bei Problemen mit dem Forum oder Leuten einfach an einen der Mods wenden, wir kümmern uns dann darum, wobei Probleme untereinander erst unter den Betroffen besprochen und möglichst gelöst werden sollten.

    Und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß

    Euer Thyrin

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